Die Rhein-Lahn-Zeitung titelt am 08.01.2026:
„Tausende Autos in Braubach – Umgehung weiter ohne Fortschritt“
Erfasst von Mira Zwick
Zusammenfassung des Presseberichtes:
In Braubach spitzt sich die Verkehrssituation erneut zu:
Seit der Wiedereröffnung der L335 nach über einjähriger Bauzeit rollt der gesamte Durchgangsverkehr wieder mitten durch die Stadt. Besonders das historische Obertor bleibt ein massives Nadelöhr, durch das täglich mehrere tausend Fahrzeuge gedrückt werden. Bereits 2014 wurden rund 9100 Fahrzeuge pro Tag gezählt – heute geht die Bürgerinitiative (BI) „Braubach lebenswerter“ von bis zu 12.000 aus.

Eine seit zwölf Jahren geforderte Ortsumgehung könnte die Belastung drastisch reduzieren. Laut früheren Verkehrsuntersuchungen würde der Durchgangsverkehr auf etwa 2100 Fahrzeuge pro Tag sinken. Doch das Projekt kommt nicht voran. Während andere Orte entlang der L335 bereits Umgehungen erhalten haben, wartet Braubach weiterhin vergeblich.
Der Grund: Die geplante Trasse liegt im Unesco-Welterbegebiet Oberes Mittelrheintal. Für eine Genehmigung ist ein sogenanntes Heritage Impact Assessment nötig – ein Gutachten, das die Auswirkungen auf das Welterbe bewertet. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Diez soll dieses Gutachten beauftragen, sieht sich jedoch laut BI personell dazu nicht in der Lage.
Die Bürgerinitiative wandte sich deshalb bereits vor zwei Monaten an Ministerpräsident Alexander Schweitzer, der zuvor zugesichert hatte, bei Problemen zu unterstützen. Doch bis heute blieb eine Antwort aus. Die BI fordert nun dringend politische Hilfe, damit das Gutachten endlich in Auftrag gegeben und das Projekt wieder in Bewegung gebracht wird.
Zum vollständigen Bericht der Rhein-Lahn-Zeitung geht es hier:
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BI wartet auf Antwort vom Land: Tausende Autos in Braubach und keine Umleitung in Sicht – Rhein-Lahn-Zeitung – Rhein-Zeitung